{"id":419,"date":"2010-12-01T14:10:58","date_gmt":"2010-12-01T12:10:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nordstein.at\/literatur\/?p=419"},"modified":"2016-09-26T14:14:46","modified_gmt":"2016-09-26T12:14:46","slug":"film-des-lebens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nordstein.at\/literatur\/film-des-lebens\/","title":{"rendered":"Film des Lebens"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.nordstein.at\/literatur\/wp-content\/uploads\/oeyehaug_waergernwieichbin.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-420\" src=\"http:\/\/www.nordstein.at\/literatur\/wp-content\/uploads\/oeyehaug_waergernwieichbin-300x300.jpg\" alt=\"oeyehaug_waergernwieichbin\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.nordstein.at\/literatur\/wp-content\/uploads\/oeyehaug_waergernwieichbin-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.nordstein.at\/literatur\/wp-content\/uploads\/oeyehaug_waergernwieichbin-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.nordstein.at\/literatur\/wp-content\/uploads\/oeyehaug_waergernwieichbin-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.nordstein.at\/literatur\/wp-content\/uploads\/oeyehaug_waergernwieichbin-1024x1024.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Die Autorin Gunnhild \u00d8yehaug hatte mit ihrem ersten Roman \u201eIch w\u00e4r gern wie ich bin\u201c in Norwegen gleich durchschlagenden Erfolg. In mehreren Erz\u00e4hlstr\u00e4ngen begleitet sie ihre ProtagonistInnen durch das heutige Norwegen und seine Kreativszene: da ist die Literaturstudentin Sigrid, die mit ihren hochtrabenden Gedanken oft ganz allein bleibt. Als sie zuf\u00e4llig dem Autor K\u00e5re begegnet, der sich gerade von seiner Freundin getrennt hat, glaubt sie endlich jemanden gefunden zu haben, der sie versteht. Doch K\u00e5re hat seine Vergangenheit noch nicht abgeschlossen. Dann ist da die angehende Filmemacherin Linnea, die auf ein Wiedersehen mit G\u00f6ran hofft, mit dem sie bei einer kurzen leidenschaftlichen Begegnung ein romantisches Wiedersehen am selben Ort, am selben Tag nur zwei Jahre sp\u00e4ter vereinbart hat. Und dann ist da auch noch Trine, die sich nach der Geburt ihrer Tochter auch als (Performance)K\u00fcnstlerin neu erfinden muss.<\/p>\n<p>Schon in den ersten Zeilen \u201eHier sehen wir Sigrid. Es ist neun Uhr morgens, es ist Januar, und es ist das Licht im Januar 2008&#8230;..\u201c begegnet uns die distanziert beschreibende Erz\u00e4hlhaltung; der Text liest sich teilweise wie Regieanweisungen. Tats\u00e4chlich ist er voller Filmzitate, die von den ProtagonistInnen auch kommentiert werden. So schreibt Sigrid etwa an einem Aufsatz, der der Frage nachgeht, was es mit dem in vielen Filmen wiederkehrenden Bild einer Frau in einem viel zu gro\u00dfen Herrenhemd auf sich hat, warum stecken diese Filmfiguren verletzlich, m\u00e4dchenhaft mit nackten Beinen in diesen Hemden? An anderer Stelle trennt sich ein Paar wegen eines Streits \u00fcber das Frauenbild im Film Kill Bill 2. Auch intertextuelle Bez\u00fcge zum Beispiel zu Dantes G\u00f6ttlicher Kom\u00f6die, Kafkas Schloss oder norwegischer Lyrik sind tragend. Das alles klingt kompliziert und etwas abgehoben, wie der gro\u00dfe Publikumserfolg in Norwegen zeigt, funktioniert der Roman aber auch mit unterschiedlichem Backgroundwissen. Bleibt nur abzuwarten, wie das deutschsprachige Publikum reagiert.<\/p>\n<p><strong>Gunnhild \u00d8yehaug: Ich w\u00e4r gern wie ich bin. Roman.<\/strong> \u00dcbersetzt von Ebba D. Drolshagen. 272 Seiten, Suhrkamp, Berlin 2010\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 EUR 14,30<\/p>\n<p>erstmals erschienen in WeiberDiwan 02\/2010<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Autorin Gunnhild \u00d8yehaug hatte mit ihrem ersten Roman \u201eIch w\u00e4r gern wie ich bin\u201c in Norwegen gleich durchschlagenden Erfolg. In mehreren Erz\u00e4hlstr\u00e4ngen begleitet sie ihre ProtagonistInnen durch das heutige Norwegen und seine Kreativszene: da ist die Literaturstudentin Sigrid, die mit ihren hochtrabenden Gedanken oft ganz allein bleibt. 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