{"id":203,"date":"2013-12-01T17:30:38","date_gmt":"2013-12-01T15:30:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nordstein.at\/literatur\/?p=203"},"modified":"2015-11-04T12:02:29","modified_gmt":"2015-11-04T10:02:29","slug":"sommer-an-der-see","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nordstein.at\/literatur\/sommer-an-der-see\/","title":{"rendered":"Sommer an der See"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.nordstein.at\/literatur\/wp-content\/uploads\/dohm_sommerlieben.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-309\" src=\"http:\/\/www.nordstein.at\/literatur\/wp-content\/uploads\/dohm_sommerlieben-300x300.jpg\" alt=\"dohm_sommerlieben\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.nordstein.at\/literatur\/wp-content\/uploads\/dohm_sommerlieben-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.nordstein.at\/literatur\/wp-content\/uploads\/dohm_sommerlieben-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.nordstein.at\/literatur\/wp-content\/uploads\/dohm_sommerlieben-1024x1024.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a> Hedwig Dohm, Grande Dame der Ersten (b\u00fcrgerlichen) Frauenbewegung inDeutschland, schrieb 1909 als beinahe 80-J\u00e4hrige ihren letzten Prosaband \u201eSommerlieben\u201c, der nun zum wiederholten Mal in gut 100 Jahren neu aufgelegt wurde. Es handelt sich dabei um eine luftig leichte \u201eFreiluftnovelle\u201c in Briefform, die viele Ph\u00e4nomene ihrer Zeit haarscharf unter die Lupe nimmt. Die Handlung spielt in einem der zur Jahrhundertwende sehr beliebten Seeb\u00e4der an der Ostsee. Marie Luise &#8211; ja die Namen jener Zeit h\u00f6rt man heute wieder auf vielen Spielpl\u00e4tzen &#8211; schreibt an ihren Schwager, der von seiner Frau, ihrer Schwester, verlassen wurde und um deren gemeinsame Kinder Marie sich w\u00e4hrend der Sommerferien k\u00fcmmert. So berichtet sie gleich am ersten Tag verz\u00fcckt, dass man sie im Kurkalender irrt\u00fcmlicherweise als \u201ej\u00fcngere Witwe\u201c f\u00fchrt und somit ihre Stellung unter den Kurg\u00e4sten eine viel bessere ist als als ledige Frau Mitte 30. Humorvoll beschreibt sie den Standesd\u00fcnkel der Leute, die Launen und Streiche der Kinder und die unversch\u00e4mten, aber einfallsreichen Versuche der K\u00fcstenbewohnerInnen die TouristInnen abzuzocken. Besonders am\u00fcsant auch die Episoden mit den herumscharwenzelnden Verehrern. Die Antworten des Schwagers fehlen, aber er wird wohl eifers\u00fcchtig gewesen sein.<\/p>\n<p>Ein schmaler Band, den man in wenigen freien Stunden verschlingt, bevorzugt im Strandkorb, aber bei Schietwetter am Sofa passt er auch.<\/p>\n<p><strong>Hedwig Dohm: Sommerlieben. Freiluftnovelle.<\/strong> 120 Seiten, edition ebersbach, Berlin 2013 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 EUR 16,30<\/p>\n<p>erstmals erschienen in <a href=\"http:\/\/weiberdiwan.at\/cms\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/WeiberDiwan__2013-02.pdf\" target=\"_blank\">WeiberDiwan 02\/2013<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hedwig Dohm, Grande Dame der Ersten (b\u00fcrgerlichen) Frauenbewegung inDeutschland, schrieb 1909 als beinahe 80-J\u00e4hrige ihren letzten Prosaband \u201eSommerlieben\u201c, der nun zum wiederholten Mal in gut 100 Jahren neu aufgelegt wurde. 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